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Erfahrungsbericht Linus Meyer Wintersemester 2006/07

Mit diesem Erfahrungsbericht hoffe ich für das Studium an der Université de Lausanne, welches mir ganz ausgezeichnet gefallen hat, werben zu können sowie einige praktische Hinweise zu geben.

Vorbereitung

Die erforderliche Vorbereitung für den Aufenthalt an der UNIL besteht im Wesentlichen aus 2 Schritten, der Bewerbung um den Platz im Erasmus-Programm, sowie der Wohnungssuche. Außerdem ist es, sofern man Zeit hat, wohl empfehlenswert, am Sommersprachkurs in Lausanne teilzunehmen, auch aus sozialen Gründen.

Erasmus

Als Erasmus-Student genießt man in Lausanne erhebliche Vorteile, angefangen zum Beispiel von einer besseren Betreuung mit speziell für die Erasmus-Studenten organisierten Veranstaltungen über ein vereinfachtes Einschreibeverfahren bis zum Wegfall der Studiengebühren ( ca. CHF 600 pro Semester) und natürlich das Erasmus-Stipendium selbst, ca. CHF 1200 pro Semester.

Aber auch falls man keinen Platz im Erasmus-Programm bekommen haben sollte, ist ein Aufenthalt in Lausanne sicher empfehlenswert. Die Mehrheit der deutschen Juristen in Lausanne verfügt übrigens nicht über einen Erasmus-Platz, sondern ist regulär eingeschrieben.

Wohnungssuche

Die Wohnungssuche fällt leicht, wenn man einen Platz in einem der zahlreichen Wohnheime bekommt. Die Bewerbung erfolgt online (http://www.fmel.ch/). Empfehlenswerte Wohnheime sind besonders das Cèdres sowie das Falaises, in dem ich gewohnt habe. Aber auch alle anderen Wohnheime sind im Grunde gut geeignet.

Die Online-Bewerbung sollte man möglichst früh durchführen, sie ist unverbindlich, daher kann und sollte man sie auch schon (weit) vor der Zusage eines Studienplatzes auf den weg bringen. Sobald man eine Studienplatz hat, ist es empfehlenswert, die Sachbearbeiterinnen in der Wohnheimverwaltung anzurufen (Email bringt nichts) und nachzuhaken, bis man ein Zimmer zugesagt bekommt, was nach mehreren Anrufen in der Regel klappen sollte, wenn man sich früh genug angemeldet hat. Die Anrufe sind auch eine schöne Gelegenheit, sein Französisch etwas zu trainieren.

Falls es mit anrufen nicht klappt, erscheint es  ratsam, sich zu Beginn des Aufenthaltes in Lausanne persönlich mit Gepäck zur Wohnheimverwaltung zu begeben, viele Leute haben so noch ein Zimmer erhalten.

Mein Wohnheimzimmer im Falaises kostete ca. CHF 500 pro Monat (alle NK und Internet inklusive) für 9 qm (inkl. Bad), was für deutsche Verhältnisse zwar teuer erscheint, aber wohl ortsüblich ist, etwas deutlich unter CHF 500 in Lausanne zu finden, ist illusorisch.

Eine Wohnung auf dem privaten Markt zu finden, soll in Lausanne zwar leichter als in anderen Schweizer Großstädten sein, ist aber immer noch deutlich schwieriger als in Deutschland, so dass ein Wohnheimzimmer die vorzugswürdige Lösung darstellt.

Französisch

Französischkenntnisse sind erforderlich, um in Lausanne sinnvoll zu studieren. Ordentliches Schulfranzösisch reicht aus, um die Vorlesungen zu besuchen. Zwar spricht in Lausanne fast jeder zumindest etwas Deutsch, dennoch ist die Stadt eindeutig französischsprachig, das hier gesprochene Französisch ist für Deutsche leicht zu verstehen.

Die Uni bietet im Sommer einen Vorbereitungssprachkurs an, den ich nicht besucht habe. Laut den Kommilitonen, die ihn besucht haben, lernt man in dem Kurs zwar nicht so viel französisch, aber dafür sehr viele Leute kennen. Allein aus diesem Grund, und natürlich um die Zeit in Lausanne so lang wie möglich zu gestalten, erscheint mir der Besuch des Kurses sinnvoll, sofern man in den Ferien Zeit hat.

Während des Semesters bietet die Uni ausgezeichnete kostenlose Sprachkurse an. Von diesen habe ich mehrere besucht, man kann zu Beginn des Semesters in alle Kursen probehören und sich dann nach zwei Wochen entscheiden.

Der Aufenthalt

Der Aufenthalt beginnt mit Einführungsveranstaltungen an der Universität sowie einigen organisatorischen Angelegenheiten. Das Studium kann man sich als Gaststudent sehr frei gestalten, und so optimal von den Stärken der Universität profitieren.

Organisatorisches

Die Einschreibung an der Uni gestaltet sich problemlos, von der Uni gibt es mehrere Einführungsveranstaltungen, in denen auch die erforderlichen Behördengänge etc. gut erklärt  werden.

Aufenthaltsberechtigung

Das Studium in Lausanne ist eine unvergleichliche Bereicherung, in Lausanne lässt es sich in traumhafter Umgebung ebenso gut leben wie studieren. Die Chance, die großartige Atmosphäre dieser Universität zu erleben sollte sich niemand entgehen lassen!Wichtig ist, sich rasch nach der Ankunft in Lausanne bei der Ausländerbehörde anzumelden. Die Anmeldung bei der Contrôle des Habitants  verläuft etwas bürokratisch über die Anforderungen sollte man sich im Voraus informieren (http://www.lausanne.ch), um die erforderlichen Unterlagen möglichst schon mitzunehmen.

Auto

Wer ein eigenes Auto hat, sollte sich gut überlegen, ob er es mit nach Lausanne nehmen möchte. Dem Vorteil, dass man gut Ausflüge etwa zum Skifahren unternehmen kann und Benzin in der Schweiz günstig, die Bahn aber relativ teuer ist, steht entgegen, dass Parken in Lausanne sehr schwierig ist, es ist fast zwingend nötig, sich einen Anwohnerparkausweis (Macaron) zu besorgen, Vorraussetzung dafür ist neben der erfolgten Anmeldung bei der Contrôle des Habitants eine Bescheinigung des Halters des Autos, dass er einem das Fahrzeug zum Studium in Lausanne zur Verfügung gestellt habe. Das Macaron kostet ca. CHF 250 pro Semester. Überdies scheint es in Lausanne ein gewisses Problem mit Vandalismus an geparkten ausländischen Fahrzeugen zu geben, mein Auto wurde beschädigt, die Autos mehrerer Kommilitonen ebenfalls.

Studium

Die juristische Fakultät der UNIL bietet ein sehr vielfältiges Vorlesungsprogramm, man sollte unbedingt auch französischsprachige Vorlesungen besuchen, und nicht nur die des deutschen Lehrstuhls. Besonders empfehlenswert ist es, Vorlesungen der Masterstudiengänge zu besuchen, die zum Teil mit sehr kleinen Gruppen stattfinden und so viel mehr Interaktion und Diskussion erlauben, als die überwiegend als Frontalunterricht ausgestalteten großen Vorlesungen. Besonders empfehlen möchte ich die Veranstaltung „droit comparé II, droit du commerce international bei Prof. Bonomi).

Man sollte sich von den Terminschwierigkeiten, die sich dadurch ergeben, dass viele Veranstaltungen aus 2 mal 2 Stunden pro Woche bestehen, nicht einschüchtern lassen, es wird einem kaum übel genommen, wenn man nur zu einem der zwei Termine in der Woche kann und beim anderen regelmäßig fehlt. Anwesenheitspflichten bestanden bei keinem der von mir besuchten Kurse.

Die UNIL bietet besonders an Rechtsvergleichung interessierten Studenten exzellente Voraussetzungen, mit mehreren auslandsrechtlichen Lehrstühlen sowie dem Institut Suisse du Droit Comparé, welches sich auf dem Campus befindet, oft finden auf diesem Gebiet Vorträge oder Veranstaltungen statt, zu denen auch Studenten willkommen sind.

Insgesamt herrschen an der Uni nicht nur eine sehr freundliche  und unvergleichlich internationale Atmosphäre, sondern auch sehr gute Arbeitsbedingungen.

Geld

Das Leben in Lausanne ist nicht billig. Man sollte damit rechnen, pro Monat zusätzlich zur Miete etwa CHF 700 auszugeben.

Fazit

Das Studium in Lausanne ist eine unvergleichliche Bereicherung, in Lausanne lässt es sich in traumhafter Umgebung ebenso gut leben wie studieren. Die Chance, die großartige Atmosphäre dieser Universität zu erleben sollte sich niemand entgehen lassen!

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