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Erfahrungsbericht Christina Lafontaine Sommersemester 2008

Ich habe im Sommersemester 2008 ein wundervolles, halbes Jahr in Lausanne verbracht. Mit diesem Erfahrungsbericht möchte ich nun allen, die sich überlegen auch ein Auslandssemester in der Schweiz zu verbringen, meine Erfahrungen und Eindrücke wiedergeben.

I. Planung

 1. Erasmusplatz

Am allerwichtigsten ist wirklich die Planung. Ich bin ein Jahr vorher zu Herrn Schneider ins Erasmusbüro gekommen, um mich zu informieren und die ersten Schritte in die Wege zu leiten. Schließlich muss man auch bedenken, dass es nur ein begrenztes Platzkontingent für das Erasmusprogramm gibt. Außerdem muss man einige Sprachscheine sowie auch alle Scheine des Grundstudiums zusammen haben. Insofern erleichtert eine frühe Planung einiges.
Hat man den Erasmusplatz dann einmal sicher, bekommt man eine einmalige Förderung von ca. 1250 Franken als Stipendium der Uni Lausanne. Von der Uni Osnabrück erhält man dadurch kein weiteres Geld.


 2. Wohnungssuche

Weiterhin ist anzuraten, sich so schnell wie es nur geht für einen Wohnheimplatz der
zahlreichen Studentenwohnheime der Uni Lausanne zu bewerben, da diese sehr beliebt sind und sehr schnell vergeben sind. Mindestens ein halbes Jahr vorher ist hier angebracht. Auf der Seite: www.fmel.ch findet man alle relevanten Informationen über die Wohnheime und das Anmeldeverfahren.
Ich  habe im „Falaises“ gewohnt. Es liegt sehr Zentrumsnah (10 min zu Fuß in die Innenstadt), dafür aber etwas weiter weg von der Uni (ca. 40 min mit Bus und Metro) und wurde 2005 renoviert, weswegen es sich in einem Top Zustand befindet. In dem Wohnheim wohnen  hauptsächlich viele internationale Medizinstudenten, da das Krankenhaus direkt gegenüber liegt. Ich fand das sehr angenehm, da man so auch nicht den ganzen Tag über Jura reden musste und viele interessante Menschen und Sichtweisen kennengelernt hat. Generell knüpft man super schnell Kontakt in den Wohnheimen, zumal man sich ja die Küche mit ca. 15 Personen teilt. So verbrachte ich den größten Teil meiner Zeit im „Falaises“ eigentlich in der Küche, die dann zum Treffpunkt wird, wo gegessen, geredet oder gefeiert wird. Sprachtechnisch findet man sich schnell mit dem Französischen zurecht, zumal niemand direkt perfekt sprechen kann. Zudem wird auch viel Englisch gesprochen. 


3.Versicherung

In der Schweiz gibt es ein Gesetz, welches besagt, dass sich niemand in dem Land länger als 3 Monate aufhalten kann, ohne bei einer Kontrollstelle nachweisen zu können, das man ausreichend krankenversichert ist. Insofern ist anzuraten, sich auch umfassend um seinen Krankenversicherungsschutz zu informieren und entsprechende Bescheinigungen über diesen einzuholen. Die Organisation nennt sich OCC (Organe contrôle de l´assurance-maladie) und man sollte diese in den ersten Wochen nach der Ankunft aufsuchen und die Bescheinigungen vorlegen.

4. X-Change
    
X- Change ist eine Organisation von Schweizer Studenten, die sich darauf ausgerichtet hat, ausländischen Studenten den Einstieg in den Universitäts- und Lebensalltag zu erleichtern.
Zum Beispiel bieten sie auch an, ankommende Studenten vom Bahnhof abzuholen und zum Wohnort zu bringen. Des Weiteren organisiert X-Change viele Events, wie zB. Die Pubnight, die jeden Mittwoch in einem anderen Club/Bar in Lausanne steigt. Auf diese Weise lernt man ganz schnell die Partyszene sowie weitere Erasmusmenschen kennen.
X-Change schreibt die ausländischen Studenten per Mail an und es lohnt sich wirklich auf ihre Angebote einzugehen.


II.„Vor Ort „

 1. Lausanne und Umgebung

Lausanne ist wirklich eine sehr schöne Stadt, klein und fein, kann man sie nennen. Sie befindet sich direkt am Genfer See, was die Lage so wundervoll und einzigartig macht. Sie verfügt über eine kleine schöne Innenstadt wo man herrlich bummeln kann sowie über toll angelegte Parks und malerischen Gässchen. Woran man sich allerdings erstmal gewöhnen muss ist die doch sehr bergige Lage der Stadt. Man muss einiges an Kondition mitbringen, um durch die Stadt wandern zu können, wird dadurch aber auch oft mit einem herrlichen Ausblick belohnt.
Die Nähe zu Genf lädt natürlich dazu ein, auch diese Stadt zu erkunden. Aber man sollte auch die restliche Umgebung des Genfer Sees nicht außer Acht lassen. Zum Beispiel die unmittelbare Nähe zu Frankreich mit Orten wie Evian oder Ancy. Auch die Schweiz an sich hat einiges zu bieten, eine Reise in Tessin ist eigentlich ein Musst, sowie auch die klassischen Orte wie Bern und Basel. Am besten ist es, wenn man mit mehren Leuten Touren plant, und sich zum Beispiel einen Leihwagen nimmt, oder per Bahn und dem DemiTarif (vergleichbar mit der Bahnkarte in Deutschland) fährt.
Sehr schöne Reisen plant das Erasmusbüro der Uni Lausanne. Für wirklich günstige Preise bekommt man viel geboten. Es lohnt sich wirklich!
 
2. Busticket, Konto und co.

Am einfachsten ist es, sich ein Monatsticket zu holen. Dies erhält man für ca. 40 Franken am Bahnhof und man kann damit alle Busse und die Metro benutzen.
Eine Kontoeröffnung direkt in Lausanne ist sehr sinnvoll. So kann zB das Stipendium direkt auf dieses Konto überwiesen werden. Eine der größten Banken in der Suisse romande ist die BCV. Diese hat auch eine kleine Filiale in der Uni selbst. Dort kann man ganz schnell und problemlos ein Konto eröffnen und später wieder kündigen.
Eine Handykarte kann man zB bei der Post kaufen. Yallo ist eine der günstigsten Anbieter.


3. Université Lausanne

Die Unil ist eine große Campusuni und liegt nah am See. Das juristische Gebäude, in dem der Großteil der Vorlesungen gehalten wird, nennt sich Internef. Die Kurse entnimmt man dem Vorlesungsplan, der in der Uni aushängt aber der auch im Internet (www.unil.ch/droit) zu finden ist. Dort ist eigentlich für jedes Interesse etwas dabei. Da die Studenten dort nach dem Bachelor/Mastersystem studieren,  kann man aus jedem der Bereiche Kurse wählen. Die Kurse haben alle entsprechende ECTS Punkte die man bei bestandener Klausur oder mündlicher Prüfung erhält. Bei meinem Aufenthalt musste ich noch 30 ECTS Punkte erbringen und sie nach meinem Aufenthalt der Uni Osnabrück vorweisen. Aber diese Regelung scheint im Umbruch zu sein. Bis zum jetzigen Zeitpunkt ist  für den Erasmusaufenthalt in Lausanne noch keine abschließende Regelung über die 30 ECTS Punkte beschlossen. So habe ich insgesamt 4 französische Prüfungen ablegen müssen, die zum Teil recht schwierig waren.
Wirklich praktisch ist, dass man in Lausanne die große Übungen im Zivilrecht und im Sommersemester sogar auch die große Übung im Öffentlichen Recht schreiben kann, die hier in Osnabrück komplett angerechnet werden.
Somit „verliert“ man noch nicht mal Zeit und kommt mit schönen Scheinen zurück.


4.Fazit

Ich würde wirklich wieder jederzeit nach Lausanne gehen. Die Erfahrungen in Lausanne haben mir auf persönlicher und sprachlicher Ebene wirklich viel gebracht. Somit kann ich nur jedem empfehlen, es selbst zu probieren.

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