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Erfahrungsbericht Hanna Schulze Wintersemester 2008/09

Ich habe im Wintersemester 08/09 fünf tolle Monate in Lausanne verbracht und möchte mit diesem Erfahrungsbericht jedem Mut machen, der überlegt auch ins Ausland zu gehen. Außerdem hoffe ich denjenigen, die darüber nachdenken nach Lausanne zu gehen, ein paar nützliche Tipps für den Planung und die Durchführung geben zu können.

Vorbereitungen und Organisatorisches:
Insgesamt hat man als Erasmusstudent das große Glück, dass die Organisation vieler Dinge für einen übernommen wird.
Trotzdem würde ich einige Dinge empfehlen, auf die man im Vorfeld achten sollte.
Eine der wichtigsten Entscheidungen vor Beginn des Auslandssemster ist sicherlich die Überlegung, ob man privat oder in einem Wohnheim untergebracht sein möchte. Zunächst erscheint die Unterbringung in einer WG oder in einem privaten Zimmer vielleicht als gemütlicher und persönlicher. Es ist sicher besonders in einer WG auch einfacher „echte Schweizer“ kennen zu lernen. Im Vergleich zu den Wohnheimzimmern ist diese Art der Unterkunft aber in jedem Fall kostspieliger, was bei den Preisen in der Schweiz schon eine ganze Menge ausmachen kann. Außerdem kommt meistens noch hinzu, dass private Zimmer, gleichgültig ob in einer WG oder alleine, häufig nicht möbliert sind und die Anschaffung von Möbeln etc. sich für ein Semester eigentlich nicht lohnt. Zudem ist die Suche nach einem privaten Zimmer sehr zeitaufwendig und erfordert oft auch einen frühzeitigen Besuch in Lausanne, um es sich anzusehen und gegebenenfalls die Mitbewohner kennen zu lernen.
Insgesamt würde ich also jedem Auslandsstudenten, der nach Lausanne kommen möchte empfehlen, sich für ein Wohnheimzimmer zu bewerben.
Dazu ist zu sagen, dass die Universität Lausanne eine Vielzahl an Wohnheimen zur Verfügung stellt, die sowohl von der Lage, als auch von der Ausstattung sehr verschieden sind. Man muss sich entscheiden zwischen der Variante ‚nahe an der Uni aber weit von der Stadt’, was morgens den großen Vorteil hat, dass man schnell bei Vorlesungen ist und auch zwischendurch ‚eben mal nach Hause’ kann und der Variante ‚nahe an der Stadt, aber weiter zur Uni’, was dann von Vorteil ist, wenn man abends unterwegs ist und gerne schnell und einfach nach Hause kommen möchte, d.h. ohne teures Taxi.
Ich habe ein Zimmer im Maison de Rhodanie bekommen, einem Wohnheim, das ungefähr in der Mitte zwischen Unigelände und Innenstadt liegt. Es liegt außerdem direkt am See und man kann von dort aus direkt die schönen Parkanlagen zum Joggen, Sonnen und Schwimmen nutzen. Alternativ kann ich das ‚Cèdre’ empfehlen, das ein bisschen näher an der Innenstadt liegt und dessen Wohneinheiten noch etwas attraktiver gestaltet sind. Um das richtige Wohnheim für sich zu finden kann man sich am besten direkt auf der Internetseite der Wohnheimverwaltung (www.fmel.ch) informieren.
Ich kann jedem raten, der auch nur überlegt nach Lausanne zu gehen, sich so früh wie möglich bei der offiziellen Wohnheimverwaltung (www.fmel.ch) anzumelden, da die Wohnheimplätze begrenzt sind und man andernfalls später Probleme damit haben könnte ein Zimmer zu bekommen. Wenn es aus welchen Gründen auch immer dann doch nicht zu einem Lausanneaufenthalt kommen sollte, ist es immer noch möglich seine Bewerbung wieder zurückzuziehen.
Um in die Schweiz zu reisen gibt es sicherlich mehrere Möglichkeiten. Für diejenigen, die ein eigenes Auto haben (das am besten mit guten Winterreifen ausgestattet sein sollte) lohnt es sich zu überlegen dies mitzunehmen. Es kann in vielen Fällen weiterhelfen selbst mobil zu sein, sei es um eigenständig ins nächstgelegene Skigebiet zu kommen, die Umgebung besser kennen zu lernen oder auch nur um das Gepäck vernünftig transportieren zu können.
Alternativ bietet sich die Anreise mit der Bahn an, wobei es sich für mich gelohnt hat mir eine Bahncard anzuschaffen, da besonders im Wintersemester mindestens eine weitere Fahrt zurück nach Deutschland während der Zeit dazu kommt, außer man möchte Weihnachten lieber in der Schweiz feiern.
Theoretisch wäre es auch möglich mit dem Flugzeug nach Lausanne zu kommen. Genf besitzt einen internationalen Flughafen, von dem man mit dem Zug in ca. einer ¾ Stunde in Lausanne sein kann. Dies ist aber zum einen sehr kostspielig und zum anderen eher umständlich, da nicht alle deutschen Flughäfen das Ziel Genf als Direktverbindung anbieten.
Um sich in Lausanne selbst bewegen zu können bietet sich ein Abo für die öffentlichen Verkehrsmittel an. Mit dem Studentenausweis ist ein Monatsabo erschwinglich und lohnt sich insofern, dass das Bus- und Metronetz sehr gut ausgebaut ist.

Universität:
Im Vergleich zu einigen anderen Austauschuniversitäten bietet die Université de Lausanne einen tollen Service und eine viele Hilfen bei der Durchführung des Auslandsemesters. Da insgesamt sehr viele Ausländer dort studieren haben sie viel Erfahrung mit den Fragen und Problemen der Studenten und helfen gerne weiter. Auch gibt es schon im Vorfeld reichlich Informationen, die bei der Planung und Durchführung behilflich sind. Besonders erwähnenswert finde ich die Organisation Xchange (www2.unil.ch/xchange), die sich um das außeruniversitäre Leben der Austauschstudenten kümmert. Sie organisieren Parties (einmal die Woche die so genannte Pubnight), bieten Stadtführungen, Kulturveranstaltungen und Ausflüge an und helfen so, sich schnell in Lausanne wohl fühlen zu können.
Eine weitere Besonderheit der Universität Lausanne ist das Angebot Große Übungen im Zivilrecht und Öffentlichen Recht absolvieren zu können. Die juristische Fakultät unterhält einen deutschen Lehrstuhl, der die Vorlesungen auf Deutsch anbietet.

Lausanne – Stadt und Umgebung:
Die Stadt Lausanne hat außer der Universität noch einiges zu bieten.
Neben mehreren interessanten Museen (besonderer Tipp: Collection de l’Art Brut) kann ich noch sehr die Oper von Lausanne empfehlen, deren Besuch auch häufig von der Uni organisiert wird. Außerdem ist Lausanne eine richtige Studentenstadt und hat dementsprechend einiges an Nachtleben und gemütlichen Cafés zu bieten. Solange es noch sommerlich ist hält sich die halbe Stadt am See auf, der dann neben sonnen und schwimmen zum segeln oder Kanu fahren einlädt.
Auch die Umgebung von Lausanne ist wirklich sehenswert. Neben einem Pflichtbesuch von Genf sind auch die kleineren Örtchen im Hinterland einen Besuch wert und natürlich laden die nahen Berge je nach Jahreszeit zum wandern klettern, Skifahren oder Snowboarden sein.

Fazit:
Insgesamt kann ich jedem einen Auslandsaufenthalt in Lausanne empfehlen, der Interesse an einer interessanten und vielfältigen Stadt hat, die Vorzüge der Schweizer Natur zu schätzen weiß, ein bisschen was für seine französischen Sprachkenntnisse tun möchte und offen ist für eine bunte Mischung von Leuten aus der ganzen Welt.
Mir hat die Stadt mit ihrem ganz eigenen Flair sehr gut gefallen und ich würde mein Auslandssemster dort gerne jederzeit wiederholen.

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