Fachbereich 10

Rechtswissenschaften


Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Aktuelle Meldungen

Nr. 1 / 2015

19. Januar 2015 : Deutsch-französische Zusammenarbeit zur Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung

Wie lässt sich ein Ausweg aus der Sackgasse finden, in der sich der Prozess der Harmonisierung des Unternehmenssteuerrechts in Europa befindet? Diese für die intergouvernementale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich zentrale Frage werden Prof. Dr. Steffen Lampert aus Osnabrück und sein französischer Kollege Prof. Dr. Daniel Gutmann im Rahmen eines gemeinsamen rechtsvergleichenden Forschungsprojekts der Universität Osnabrück und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne untersuchen.

Wie lässt sich ein Ausweg aus der Sackgasse finden, in der sich der Prozess der
Harmonisierung des Unternehmenssteuerrechts in Europa befindet? Diese für die intergouvernementale Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich zentrale Frage werden  Prof. Dr. Steffen Lampert aus Osnabrück und sein französischer Kollege Prof. Dr. Daniel Gutmann im Rahmen eines  gemeinsamen rechtsvergleichenden  Forschungsprojekts  der Universität  Osnabrück und der Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne untersuchen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Eignung zwischenstaatlicher Kooperationen als Instrument einer  nachhaltigen Angleichung der nationalen Regelungen zur Unternehmensbesteuerung. Die  vertiefte Auseinandersetzung mit dem Instrument der  zwischenstaatlichen Kooperation  ist deswegen so brisant, weil  zwar  gemeinhin  eine weitere Rechtsangleichung als dringend  erforderlich  angesehen, doch erscheint  es zunehmend unrealistisch, dass sich eine solche auf Ebene der EU verwirklichen lässt. Dies gilt namentlich vor dem Hintergrund, dass eine weitere Harmonisierung auf Unionsebene Einstimmigkeit unter den Mitgliedstaaten voraussetzt, die kaum zu erreichen ist.

Die Idee eines zwischen-staatlich initiierten  Harmonisierungsprozesses  verfolgen Deutschland und Frankreich bereits seit einiger Zeit. Sichtbarer Ausdruck ist das im Jahr 2012 veröffentlichte gemeinsame „Grünbuch der Deutsch-Französischen Zusammenarbeit über Konvergenzpunkte bei der Unter-nehmensbesteuerung“. Diese Entwicklungen gilt es im Rahmen des  Projekts  »Bilaterale Zusammenarbeit als Instrument zur Harmonisierung der Unternehmens-besteuerung« wissenschaftlich zu fundieren und voranzutreiben:

„Das Projekt gibt uns die Möglichkeit die spannende Frage  im den Mittelpunkt unserer Forschungen zu stellen, wie insbesondere
verfassungsrechtliche und steuersystematische Faktoren auf eine Rechtsangleichung in den einzelnen Bereichen des Rechts der Unternehmensbesteuerung einwirken.“erklärt Prof. Dr. Steffen Lampert.
Gefördert wird das Projekt über einen Zeitraum von 36 Monaten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und ihrer französischen Partnerorganisation L'Agence Nationale de la Recherche (ANR). Das gesamte Volumen der Förderung beträgt 300.000 Euro.

Weitere Informationen für die Redaktionen:Prof. Dr. Steffen Lampert, Universität Osnabrück
Juniorprofessur für Öffentliches Recht und Internationales Steuerrecht
Institut für Finanz- und Steuerrecht, Fachbereich Rechtswissenschaften
Tel. +49 541 969 4920
E-Mail: slampert@uni-osnabrueck.de