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04. September 2018 : Osnabrücker Jurastudenten gewinnen Justus-Liebig-Moot-Court in Gießen

Malte Drouet und Lennart Meyer von der Universität Osnabrück konnten sich in diesem Jahr beim achten zivilrechtlichen Justus-Liebig-Moot-Court in Gießen gegen zahlreiche Teams aus ganz Deutschland durchsetzen und belegten den ersten Platz. Neben den 1.500 Euro Preisgeld nehmen die beiden Studenten auch viele neue Erfahrungen und Bekanntschaften mit.

Wie in jedem Jahr fand das Finale auch dieses Mal wieder im hauseigenen Gerichtssaal der gastgebenden Universität aus Gießen statt. Zuvor hatten die angemeldeten Teams aus ganz Deutschland einen Monat Zeit, um einen Schriftsatz zu einem vorgegebenen zivilrechtlichen Fall auszuarbeiten. Nur die von einer Jury festgelegten vier besten Schriftsätze wurden zum Finale eingeladen. „Der Fall behandelte im Schwerpunkt den neuen Unternehmerregress in einem fünf-Personen-Verhältnis“, erzählt Malte Drouet, „während der Ausarbeitung wurde unser eigenes Systemverständnis stark auf die Probe gestellt.“

Neben den beiden Osnabrücker Studenten schafften es noch zwei Teams aus Marburg und ein Team aus Gießen in die Endrunde. Im Halbfinale galt es dann zunächst, den ausgearbeiteten Schriftsatz in einer gespielten mündlichen Verhandlung zu verteidigen. Auch hier beurteilte die Jury, bestehend aus BGH-Richter Thomas Offenloch, Rechtsanwalt Alexander Druckenbrodt und Professor Martin Gutzeit von der Universität Gießen, die Überzeugungskraft der Teams. Letztlich konnte sich das Osnabrücker Team gegen die Gegner aus Marburg durchsetzen und erreichte das Finale.

Malte Drouet berichtet: „Im Finale haben wir dann einen komplett neuen Fall bekommen, in den wir uns nur eine Dreiviertelstunde einarbeiten konnten. Da wir nicht großartig eine Strategie planen konnten, kam es deshalb vor allen Dingen auf intuitive Gesetzesanwendung und -auslegung an.“ Thematisch befassten sich die Studenten hier in erster Linie mit dem Begriff des Sachmangels und der Rügeobliegenheit. Nach einer spannenden Verhandlung gegen die „Heimmannschaft“ aus Gießen konnten sich die Osnabrücker schließlich den ersten Platz sichern und das Preisgeld von 1.500 Euro mit nach Hause nehmen.

Rückblickend habe es beiden sehr viel Spaß gemacht, an dem Wettbewerb teilzunehmen. Insbesondere durch die mündlichen Verhandlungen hätten sie viele Softskills erworben. „Durch die recht spontanen Reaktionen im Finale, konnte man an seinen eigenen rhetorischen Fähigkeiten feilen“, sagt Drouet, „wir können also nur jedem empfehlen, im nächsten Jahr teilzunehmen, sei es an dem Justus-Liebig-Moot-Court, oder an einem anderen.“

Der Justus-Liebig-Moot-Court findet seit dem Sommersemester 2011 jährlich statt. Teilnehmen können alle Studenten ab dem 4. Semester, die Jura an einer deutschen Universität studieren.