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Rechtswissenschaften


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26. Juni 2017 : Symposium "Organisierte Kriminalität und Terrorismus"

Am Donnerstag und Freitag des 22./23. Juni 2017 fand das Symposium ‘Organisierte Kriminalität und Terrorismus’ unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus Deutschland, China und Taiwan, sowie Brasilien statt.

Die Beiträge, die äußerst fundiert und aus sehr unterschiedlichen Perspektiven relevante Aspekte beleuchteten, spannten den Bogen vom internationalen über das transnationale zum jeweiligen nationalen Recht, konterkarierten Veränderungen des materiellen mit Veränderungen des Prozessrechts, gingen auf neue Phänomene in der Verbrechensstruktur und auf Antworten durch Ermittlungs- und Justizbehörden ein. Dazu scheuten sich die Experten aus Ost und West weder spezifische Fragen zu institutionellen Defiziten und unvollständigen rechtlichen Reformen zu stellen, noch in ihren Antworten auf diese teils unbequemen Fragen mögliche Ansätze und neuere Entwicklungen zu skizzieren. Das zeigte dann, wie trotz unterschiedlicher Strukturprobleme und trotz Differenzen in kriminologischen Einzelheiten und normativen Regularien sowohl Deutschland als auch China vor ähnlichen Problemen stehen und daher von den teilweise recht unterschiedlichen Ansätzen gegenseitig voneinander lernen können.

Der intensive Dialog, der sich an jeden der Beiträge anknüpfte, war dankenswerter Weise so gut übersetzt, wie die Beiträge selber. Daher konnten sich alle Teilnehmenden ohne sprachliche Barrieren und über kulturelle Grenzen hinweg an einem äußerst intensiven fachlichen Austausch an der Materie beteiligen. Diese Chance wurde aktiv genutzt und führte dazu, dass dank der Flexibilität der Leitung durch Prof. Dr. (NTU) Georg Gesk von der Professur für chinesisches Recht und der aktiven Kooperation der Kolleginnen und Kollegen am Ende mindestens so viel Zeit für Diskussionen zur Verfügung stand, wie für die eigentlichen Beiträge. Dass das Angebot zum akademischen Diskurs auf so starken Anklang traf, lässt für eine weitere Vertiefung des gegenseitigen Austauschs in der Zukunft hoffen. Die Planung für ein nächstes Osnabrücker Symposium im Bereich Strafrecht in Deutschland und China hat bereits begonnen.

Da alle, die sich für das Gelingen des Symposiums eingesetzt hatten, die Wichtigkeit der Materie und die Qualität der Beiträge direkt vor Augen hatten, werden die Ergebnisse der diesjährigen Tagung demnächst als Publikation des CIRCLE einem weiteren akademischen Publikum in deutscher und in chinesischer Sprache zur Verfügung gestellt werden.