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03. März 2015 : Zukunftsbericht zur organisierten Kriminalität von Europol - Prof. Sinn im Beraterteam

In dieser Woche hat Europol den mit Spannung erwarteten »Zukunftsbericht zur organisierten Kriminalität« vorgelegt. »Der Bericht wird ein wesentlicher Hebel zukünftiger kriminalpolitischer Weichenstellungen in der Europäischen Union sein«, erläutert Prof. Dr. Arndt Sinn, Direktor des Zentrums für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) der Universität Osnabrück, der dem Beraterteam angehört.

Wie wird sich die organisierte Kriminalität im nächsten Jahrzehnt verändern? Welche Auswirkungen werden diese Veränderungen auf die Gesellschaft, die Strafverfolgung und das Recht haben? In dieser Woche hat Europol den mit Spannung erwarteten »Zukunftsbericht zur organisierten Kriminalität« vorgelegt. »Der Bericht wird ein wesentlicher Hebel zukünftiger kriminalpolitischer Weichenstellungen in der Europäischen Union sein«, erläutert Prof. Dr. Arndt Sinn, Direktor des Zentrums für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) der Universität Osnabrück, der dem Beraterteam angehört.

In dem Bericht werden die Schlüsselfaktoren für die Entwicklung der schweren und organisierten Kriminalität in den 28 EU-Mitgliedsstaaten beschrieben sowie deren Auswirkungen auf einzelne Kriminalitätsbereiche und Gruppen der organisierten Kriminalität dargestellt. »Der Bericht hat das Ziel, plausible Entwicklungen zu skizzieren. Damit wird ein proaktiver Ansatz bei der Strafverfolgung angestrebt, der nicht zuletzt kriminalpolitische Entscheidungen beeinflussen soll«, ergänzt Prof. Sinn.  

Die Globalisierung, neue Technologien, Ressourcenabhängigkeit, Umweltprobleme aber auch wirtschaftliche und soziale Ungleichgewichte sind Faktoren, die zukünftig Kriminalität und das bisher erkannte Gesicht organisierter Kriminalität mehr und mehr beeinflussen werden. Das könnte darin münden, die bisherigen Definitionsversuche von organisierter Kriminalität auf internationaler Ebene zu überdenken, merkt der Osnabrücker Rechtswissenschaftler an.  

»Wenn es demnächst möglich sein wird, 3D-Drucker profitabel zur Fälschung von Produkten einzusetzen, muss man darauf vorbereitet sein und die illegalen Märkte und die Akteure beobachten«, so Prof. Sinn.  

Der Beratergruppe für den Zukunftsbericht gehören führende Wissenschaftler aus Italien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich sowie Deutschland an.   

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Arndt Sinn, Universität Osnabrück,
Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS),
Heger-Tor-Wall 14, 49074 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 6133,
E-Mail: zeis@uni-osnabrueck.de
Internet: www.zeis.uni-osnabrueck.de