Fachbereich 10

Rechtswissenschaften


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Der Juristische Fachbereich der Universität Osnabrück ist einer der jüngsten Fachbereiche Deutschlands. Zum Wintersemester 1980/81 begannen die ersten 159 eingeschriebenen Studierenden mit dem Studium der Rechtswissenschaft in Osnabrück.

Statt einer voll ausgestatteten Bibliothek behalf man sich anfangs notdürftig mit den Handapparaten der einzelnen Professuren, konnte aber schnell ein umfangreiches Beschaffungsprogramm umsetzen. Nach weniger als 10 Jahren standen 100.000 Bücher in den Regalen, heute sind es 260.000 Bände. Die Bibliothek bekommt von den Studierenden das Urteil gut und häufig kommen Studenten von den Nachbaruniversitäten um die Vorzüge der Osnabrücker Bibliothek zu nutzen.

Schnell bildete Osnabrück ein eigenes Profil. Von Anfang an wurde besonderes Gewicht auf die Vermittlung wirtschaftsrechtlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Inhalte gelegt, eine seinerzeit völlig ungewöhnliche Zwischenprüfung wurde eingeführt und die Verbindung von Theorie und Praxis erfolgte durch Einbeziehung von Praktikern in die Lehre.

Der Fachbereich bildete alsbald wissenschaftliche Schwerpunkte in Gestalt von Instituten heraus.

So entstanden über die Jahre das Institut für Europarecht (1985 – Prof. Dr. Rengeling), das Institut für Finanz und Steuerrecht (1987 – Prof. Dr. Mössner), das Institut für Internationales Privatrecht und Rechtsvergleichung (1987 - Prof. Dr. von Bar), das Institut für Kommunalrecht (1989 - Prof. Dr. Ipsen), das Institut für Verfahrensrecht (1990 - Prof. Dr. Schilken), das Institut für Handels- und Wirtschaftsrecht (1990 - Prof. Dr. Baums), das Institut für Wirtschaftsstrafrecht (Prof. Dr. Ransiek).

Die Schwerpunktbildung in Gestalt der Institute wurde ergänzt durch die Einführung neuer Studiengänge. So wurde zunächst der Magister Legum (LL.M.) für ausländische Absolventen etabliert. Es folgten der LL.M. Steuerwissenschaften und der LL.M. Wirtschaftsstrafrecht, sowie der LL.B. Wirtschaftsrecht.

Die Wertschätzung des Fachbereichs kam auch darin zum Ausdruck, dass wissenschaftliche Gesellschaften ihre Jahrestagungen in Osnabrück abhielten. So richtete der Fachbereich 1997 die Jahrestagung der Deutschen Staatsrechtslehrer aus. 2006 folgte die Tagung der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft und im Jahr 2007 hat die deutsche Strafrechtslehrervereinigung in Osnabrück getagt.

Die ursprüngliche Zahl von 14 Professuren konnte auf 19 erhöht werden, an denen regelmäßig 25 wissenschaftliche Mitarbeiter tätig sind. Bei einer Zahl von ca. 1.800 Studierenden ergibt sich ein ausgesprochen günstiges Betreuungsverhältnis.

In den vergangenen 20 Jahren haben circa 3.250 Studierende das Studium der Rechtswissenschaften in Osnabrück erfolgreich abgeschlossen. 50 Studierende haben den Magister Legum für ausländische Studierende absolviert, 300 den Studiengang Steuerwissenschaften. Den Dr. jur. erwarben 420 Absolventen und es wurden 6 Habilitationen durchgeführt.

Eine Entwicklungsperspektive der besonderen Art weist das European Legal Studies Institute auf, unter dessen Dach wichtige Vorarbeit für ein europäisches Zivilgesetzbuch geleistet wird.

Am 5. November 2005 fand im Osnabrücker Schloss ein Festakt zur Feier des 25 jährigen Bestehens der Fakultät statt, auf dem der damalige Ministerpräsident und ehem. Bundespräsident Christian Wulff die Festansprache hielt, der im Wintersemester 1980/81 sein juristisches Studium in Osnabrück begann und einer der ersten Absolventen war.