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28. Januar 2019 : Jura-Studierenden der Uni Osnabrück gelingt großer Zwischenerfolg im European Law Moot Court

In der European Law Moot Court Competition, einem internationalen Studentenwettbewerb, ist dem Team des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück ein großer Zwischenerfolg gelungen: Die Studierenden Lena Hupe, Lara Müller und Maximilian Hoffmann qualifizierten sich unter zahlreichen Bewerbern als eines von 48 Teams für die Regional Finals.

Als Folge reisen sie Anfang Februar an die Universität Ljubljana, wo sie sich mit elf weiteren Teams aus ganz Europa messen werden. In dem Wettbewerb wird eine Gerichtsverhandlung vor dem Europäischen Gerichtshof simuliert.

Die Studierenden fertigten in der Qualifikationsphase von September bis Ende November die Schriftsätze der Parteien an, welche sie anschließend im Falle einer Qualifikation in den mündlichen Verhandlungen der Regional Finals als Vertreter der Parteien auf Englisch und Französisch präsentieren. Veranstalter dieser simulierten Gerichtsverhandlung zum Europarecht ist die 1988 gegründete European Law Moot Court Society.

Das erfolgreiche Team wurde bei der Bearbeitung des Falls von Prof. Dr. Oliver Dörr und seinem Lehrstuhl-Team betreut. Der Fall griff auch in diesem Jahr wieder aktuelle Fragen des Europarechts auf. Im Zentrum standen weitreichende Reformen der Gerichtsbarkeit eines fiktiven EU-Mitgliedstaates, insbesondere die Auswirkungen der Senkung des Höchstalters der Richter auf die Unabhängigkeit der Gerichte. Außerdem wurde die Anwendung des Europäischen Haftbefehls diskutiert. „Die Studierenden leisten Pionierarbeit: Sie müssen Antworten auf bisher ungelöste Probleme des Europarechts finden.

Der Wettbewerb zeigt sehr anschaulich die alltägliche Relevanz des Europarechts in verschiedenen Rechtsgebieten“, betonte Prof. Dörr. Im Regionalfinale in Ljubljana wird das Osnabrücker Team die Argumente der Parteien präsentieren und zugleich den „Richtern“ Rede und Antwort stehen. Im Falle des Erfolgs winkt die Teilnahme am sogenannten All European Final in Luxemburg. Dann hätten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Argumente dem „echten“ Europäischen Gerichtshof zu präsentieren.

Zur Vorbereitung auf das Regionalfinale in Ljubljana reiste das Team nach Berlin und Hamburg. Zunächst wurden die Osnabrücker von dem Team der Freien Universität Berlin zu einer gemeinsamen Proberunde eingeladen. „Es war sehr hilfreich, bereits vor den Regional Finals ein weiteres Team kennen zu lernen und den Ablauf der mündlichen Verhandlungen zu proben“, so Lara Müller. In Hamburg trugen die Studierenden ihre Argumente den Anwälten der Kanzlei GSK Stockmann vor. „Wir danken der Kanzlei GSK Stockmann herzlich für Ausrichtung der mündlichen Proberunde und für das hilfreiche Feedback genauso wie für die finanzielle Unterstützung“, erklärt Christina Kamm, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Patrick Hoffmann als Coach das Team bei der Vorbereitung auf das Regional Final betreut. Finanziell unterstützt durch die Übernahme der Reisekosten wird das Team außerdem durch Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Osnabrück sowie durch die Kanzlei White & Case.

Weitere Informationen unter Christina Kamm (christina.kamm@uos.de); s. auch www.doerr.jura.uni-osnabrueck.de bzw. www.europeanlawmootcourt.eu.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christina Kamm, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28, Raum 44/313
Tel: +49 541 969 6047
christina.kamm@uni-osnabrueck.de

Quelle: Pressemeldung Universität Osnabrück